Wirtshaus zur

- Mittelmühle -

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Wirtshaus zur Mittelmühle

Mittelmühler Weg 3

15755 Teupitz/ Neuendorf

Tel.: 033766/20278

Fax: 033766/20276

 Öffnungszeiten 

wirtshaus-mittelmuehle@web.de


Geschichte


Zur Geschichte der Mittelmühle in Neuendorf bei Teupitz

Die Mittelmühle, südwestlich von Teupitz gelegen, wurde schon im Lehnsbrief der Schenken von Landsberg vom 22.Juli 1546 erstmals urkundlich nachgewiesen.

Das Wasser, welches das Mühlrad in Bewegung setzte, und heute noch setzt, kommt aus vielen kleinen Quellen, die im Naturschutzgebiet-Mühlenfließ-Sägebach bei Neuendorf entspringen.

Die Mittelmühle war unter der Herrschaft der Schenken von Landsberg gemeindefrei und 
wurde 1875 in den Gemeindebezirk Neuendorf eingemeindet. Die wechselvolle Geschichte dieser Mühle lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Fest steht jedoch, dass das Mühlrad nach der Enteignung durch die DDR nicht mehr gebraucht wurde. Die neuen "Herren" setzten jetzt Elektroenergie ein.

Die Mittelmühle war im Jahre 1880 ein Unternehmen der Familie Schwietzke geworden.

Nach dem Zusammenbruch 1945 setzte Karl Schwietzke die Mühle wieder in Gang.

Sein Vater wurde in den letzten Kriegstagen in seinem Haus erschossen.

Nachdem 1952 von der DDR der Kampf gegen den Mittelstand begann, hat man 
Karl Schwietzke und seine Ehefrau 1953 wegen fadenscheiniger Fakten zu Zuchthausstrafen verurteilt. Nach deren Freilassung wurde die Mühle enteignet und die Schwietzkes flüchteten in den Westen Deutschlands. Am 18.Juni 1991 erhielt er den Betrieb wieder zurück und modernisierte das Sägewerk.

Eine Wassermühle in Vergangenheit zwischen "Gleichgesinnten"

Die "Hohe Mühle" stand südlich und die "Kleine Mühle" stand nördlich der Mittelmühle".

Leider sind beide Mühlen schon lange nicht mehr vorhanden. Wurde der Name 
"Mittelmühle" vielleicht deshalb gewählt, weil diese Mühle zwischen den beiden Mühlen stand und die Wasserräder von dem Wasser des gleichen Mühlenfließes in Drehung gebracht wurden?

Alle drei Mühlen hatten ein "Oberschlächtiges Wasserrad".

In der Mittelmühle wurde Getreide und Schrot zu Mehl usw. verarbeitet. 
Die Mittelmühle war aber auch eine "Sägemühle" zur Herstellung von Balken, Bohlen, Brettern, Latten usw. aus Baumstämmen aller Holzarten der Umgebung.

Beide Betriebsarten wurden durch ein "Oberschlächtiges Wasserrad" über Wellen, 
Flachriemengetriebe, Zahnradgetriebe mit mechanischer Energie versorgt, die über 
Transmissionen zu den einzelnen Arbeitsorganen verteilt wurden.

Die erforderlichen Drehzahlen und Drehmomente wurden durch die unterschiedlichen 
Riemenscheibendurchmesser und Zahnraddurchmesser ( Zähnezahlen ) realisiert.

Später trieb das Wasserrad einen Generator über ein zweistufiges Zahnradgetriebe zur 
Stromerzeugung an. Das neue Wasserrad wird aber keinen Mühlstein und auch kein Sägegatter mehr antreiben, da von der Getreidemühle nur noch wenige Arbeitsorgane im Wirtshaus zur Anschauung vorhanden sind und im Sägewerk die Maschinen im Einzelantrieb durch Elektromotoren arbeiten.

Damit nun das Wasserrad seine Drehungen nicht nur im Leerlauf vollziehen muss, was 
natürlich auch schon sehenswert ist, wird an der "Wiedergeburt" der Erzeugung elektrischer Energie gearbeitet.

Da man "früher" schon eine solche Anlage in Betrieb hatte und nicht alle einzelnen 
Maschinenteile verschrottet wurden, was man als großen Glücksfall ansehen kann, werden die vorhandenen Baueinheiten regeneriert und das komplette System wieder aufgebaut.

Von der ehemaligen Anlage sind z.B. noch das zweistufige Zahnradgetriebe, die Wellen und Lager sowie der Generator vorhanden. 
Obwohl das durch die Wasserradwelle in Drehung gebrachte "Riesige Stirnrad" aus Grauguss mit einem Durchmesser von 3500mm und 184 Zähnen schon eine Attraktion im Sinne der Technikgeschichte darstellt, würde die Realisierung dieses Vorhabens einen weiteren Zuschauermagneten nicht nur für Gäste des Wirtshauses zur Mittelmühle darstellen.